Anfang November 2004 kam die bislang größte Gruppe an dänischen Praktikanten aus dem Multicenter Syd nach Lübeck. 13 Jugendliche und 3 Lehrer aus Dänemark absolvierten ein Praktikum in drei Werkstätten des BALI/JAW und dem Leihcycle:
- Leihcycle: Fahrradmechanik und Weiterentwicklung des Multifunktionsrades
- Schneiderei: Herstellen von Accessoires wie Hüte, Gürtel, usw.
- Ausbildungsküche: Kennenlernen und Mitarbeit in der Essenszubereitung der Kantine
- Holztechnik: Entwerfen und Herstellen von Holzvögeln zur Ausstellung im Cafe BALI
Die Jugendlichen gingen eifrig und quirlig an die Arbeit.
Für einige Teilnehmer fand am Mittwoch ein Fotoworkshop mit der Werbeagentur „Hartweg & Trosien“ statt. Die Jugendlichen lernten Gegenstände für das Sprachbilderbuch mit der Digitalkamera zu fotografieren. In Eigenregie führten sie am Nachmittag Aufnahmen von Arbeitsgeräten, Arbeitsplätzen und Werkstatträumen selbstständig durch.
Am Donnerstag brachte eine deutsch-dänische Stadtführung sowohl dänischen Gästen als auch deutschen Teilnehmern die Geschichte der Stadt Lübeck nah. Anschließend erfuhren die Projekteilnehmer in einer Filmvorführung vom Projekt „Skater-Bahnen“ in Lübeck, Ostholstein und Nyköbing/ Falster der Jugendlichen des Leihcycles.
Die zwei Abendveranstaltungen waren zahlreich besucht durch dänische Gäste und viele Teilnehmer aus BALI/JAW und Leihcycle. Das Stimmungsbarometer schlug an diesen Abenden ganz hoch aus.
Zum Abschluss am Freitag besuchten alle Projektteilnehmer der Praktikumwoche den Film
„Bazo“ auf den „Nordischen Filmtagen“.
Die Begeisterung einiger deutscher Teilnehmer war sehr groß. Sie begleiteten die dänischen
Gäste bis zum Bahnhof, um sich dort in letzter Minute zu verabschieden.
Sandra & Mine (Schneiderei):
Wir hatten nur einen kurzen Eindruck erhalten die Dänen waren ja nur einen Tag da.
Maria (Küche/Dänin):
Es war eine gute Woche; hatte viel Spaß; würde gern ein Praktikum in der Küche Mühlentor machen.
Nicolai (Technik/Däne):
Es war eine gute Woche Kent (Technik(Däne): Es war eine gute Woche; hatte viel Spaß
Thomas (Technik/Däne):
Es war eine besondere Woche; war gut; aber anders als dass letzte Mal als er in Deutschland war das Gefühl war ein anderes
Patrick (Technik):
Gute Woche; wir haben uns gut verstanden
„Wolfgang“ (Technik):
Es war gut
Tobias (Technik):
Es war gut aber anders als das letzte Mal; es war zu kurz für ihn (hatte 2 Tage Schule)
Diane (Technik/Dänin):
Es war eine gute Woche; das Zusammensein war wie das letzte Mal; würde gerne eine Woche länger bleiben
Dide (Schneiderei/Küche/Dänin):
Es war eine gute Woche; würde gerne wieder kommen
Kim (Schneiderei/Küche/Dänin):
Es war eine gute Woche; würde gerne wieder kommen
René (Leihcycle/Däne):
Es war eine gute Woche; es war anders als das letzte Mal (damals war es besser); würde gerne noch länger bleiben; hätte gerne mehr Freiheiten
Amanda (Küche/Däne):
Es war eine gute Woche; war aber langweilig, weil nicht so viel zu tun war; würde vielleicht auch eine Woche alleine nach Deutschland kommen und ein Praktikum in der Küche Mühlentor machen
Stig (Leihcycle/Däne):
Es war eine gute Woche; er wird Oliver (Leihcycle) vermissen d.h. die Art der Gespräche wird er vermissen
Jonny (Leihcycle/Däne):
Er war erkältet, es war eine gute Woche, obwohl er nichts verstanden hat
Jens (Lehrer vom Leihcycle):
Er hat diesmal nicht so viel in der Projektwoche mitgearbeitet.
Im Leihcycle gab es einen Konflikt, zwischen zwei nicht-deutsche Jugendliche aus dem Leihcycle und den dänischen Teilnehmern, der aus Sprach- und Verständigungsproblemen entstanden ist.
René (Däne) sagt dazu:
Wenn die deutschen Jugendlichen einfach dazu geschwiegen hätten, wäre es ok gewesen; die Situation war geladen.
Sven (Technik):
Es war gut, lustig, hatte das letzte Mal mehr Kontakt
Allert (dänischer Betreuer):
Es war eine gute Woche; hat bei den Schülern eine gute Entwicklung gesehen; er fand die Stadtführung sehr interessant
Bettina (Praktikantin ALBATROS):
Es war eine turbulente Woche, hatte jedoch viel Spaß bei der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen vor allem während des Fotoworkshops
Maria (BALI):
Es war eine spannende Woche. Wir brauchten Zeit uns kennen zu lernen, was wichtig ist für eine gute Zusammenarbeit. Das Problem mit der Sprache werden wir immer haben.
Margit & Birte (dänische Betreuerinnen):
Es war eine gute Woche, trotz einiger Missverständnisse. Sie haben viele Regeln aufgestellt (an die sich die Jugendlichen zu halten hatten) darüber müssen sie zu Hause noch einmal mit den Jugendlichen sprechen. Die Lehrer waren das erste Mal in Deutschland für eine Woche.