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Deutsche und Dänen rücken enger zusammen. Sinnbildlich wurde der Vogel
Albatros zum Namensgeber für das Bildungsprojekt, das eine dänische Produktionsschule in Nykøbing
F. (Dänemark) und die beiden Bildungsträger
BALI/JAW und Jugendwerkstatt
Leihcycle in Lübeck eng miteinander vernetzt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das grenzübergreifende europäische Strukturförderprogramm INTERREG
III A sowie einer 50%- Kofinanzierung durch Mittel der Bundesanstalt für Arbeit / Arbeitsamt Lübeck.
Das Projekt ALBATROS ist ein erstes gelungenes Beispiel für die Möglichkeit, Gelder aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über die Gemeinschaftsinitiative INTERREG
III A dafür zu nutzen, um die
Situation benachteiligter junger Menschen in der Region
nachhaltig zu verbessern.
Die Laufzeit des ehrgeizigen Projektes, durch gemeinsame Anstrengungen die
Arbeitsmarkt- und Ausbildungsplatzchancen junger Menschen zu
verbessern und zugleich einen Beitrag zur Schaffung einer kulturellen und sozialen Gemeinschaft in der Grenzregion zu leisten, begann am 1. Juni
2002. Die Förderung endet am 31.
Mai 2005. Die beteiligten
Bildungseinrichtungen haben jedoch
bereits fest vereinbart, dass die im Projekt
begonnene grenzüberschreitende
Zusammenarbeit auch nach diesem
Datum langfristig fortgesetzt wird.
In den ersten eineinhalb Jahren haben
bereits mehr als 200 deutsche und
dänische Jugendliche die Chance genutzt, den dänischen oder deutschen Nachbarn ganz nah zu erleben:
bei der gemeinsamen Arbeit, in Sprachkursen, auf gemeinsamen Festen, auf gemeinsamen Ausflügen und durch gemeinsame Projekte. Besonders viel Freude bereitete
gleich zu Beginn ein deutsch-dänischer
Workshop, in dem das gemeinsame
ALBATROS-Logo entwickelt wurde. Es
schmückt mittlerweile nicht nur
diese Internetseiten, sondern u.a.
auch viele T-Shirts. Der besondere Clou:
Der grenzüberschreitende Workshop fand auf einer mehrstündigen Pendelfahrt auf der Fähre Puttgarden
- Rødby statt.
Im Mittelpunkt des Projektes
steht die gemeinsame Arbeit im
Rahmen von Praktika und Projekten,
die abwechselnd in Nykøbing F. und
in Lübeck durchgeführt werden. Begleitet werden diese
durch Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiter/innen und
Ausbilder/innen, die neben ihrem gewohnten Blick auf die jungen
Menschen selber auch wieder zu Lernenden werden.
Dies ist durchaus gewollt und ein weiterer wesentlicher Grundgedanke des
Projektes: Es soll dazu beitragen, voneinander zu lernen, Bildungssysteme zu vergleichen, neue Wege gemeinsam zu entwickeln,
die Zusammenarbeit zu vertiefen, Kooperationen zu Betrieben aufzubauen und so aktiv
ein gemeinsames Bildungsnetzwerk zu knüpfen.
Der "Vogelflug" wird durch eine
externe Einrichtung, das Institut für Umweltschutz
in der Berufsbildung e.V. (IUB) begleitet, das den vereinbarten Projektplan als Wegweiser in der Hand hält und für die Einhaltung aller vereinbarten Ziele Sorge trägt. Die deutsch-dänische Steuerungsgruppe
hält damit quasi einen Kompass in
der Hand, um auf "Kurs" zu bleiben.
Alle Erfahrungen, die auf diesem
"Flug" gemacht werden,
werden im Übrigen in einer
Projektdokumentation festgehalten
und weiteren Projekten zur Verfügung
gestellt.
Qualifizierungsbausteine, die sowohl auf dänischer als auch auf deutscher Seite
insbesondere in den Bereichen
Umweltschutz und nachhaltige
Entwicklung entwickelt werden, sollen messbar den Erfolg des Projektes
ALBATROS belegen. So wird gesichert, dass
in den beteiligten Einrichtungen auch nach Beendigung der finanziellen Förderung im Jahr 2005 fest verankerte Bildungsbausteine weiterhin nutzbar bleiben.
Denn auch das versteht ALBATROS unter Nachhaltigkeit:
Im Jahr 2010 wird es ganz "normal"
sein, dass deutsche Jugendliche im
Rahmen berufsvorbereitender oder
berufsqualifizierender Maßnahmen
phasenweise in Nykøbing F. lernen
und arbeiten, genauso wie dänische
Jugendliche einen Teil ihrer
Qualifizierung in Lübeck erhalten.
Dann wird es vielleicht auch schon
üblich sein, dass man seinen
Arbeitsplatz - sofern gewünscht - jenseits der bereits
heute schon offenen Grenze findet.
So werden wir alle Europa als unsere
gemeinsame Heimat erleben.
Dass wir mit dem Projekt ALBATROS
auf dem richtigen Weg sind, zeigt
die große Resonanz bei den Jugendlichen.
Eine der meistgestellten Fragen ist zurzeit: " Wann fahren wir wieder nach Dänemark?" Nach einer anfänglichen Skepsis gibt es
inzwischen doppelt so viele Anmeldungen für die nächsten Praktika als Plätze vorhanden sind.
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